The Walking Dead 7×09 Review

Szenenfoto aus The Walking Dead 7x09 © Gene Page / AMC.com

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Endlich! Nach der Winterpause kehrt unsere liebste Zombieserie (in der die Untoten konsequent nicht „Zombies“ genannt werden…) zurück. Unser The Walking Dead 7×09 Review beginnt mit Father Gabriel, der auf der Mauer von Alexandria des Nachts Wache schiebt. Alles scheint ruhig, und so macht er sich auf eine Runde durch den Ort. So macht es zunächst den Anschein, bevor wir sehen, wie er Olivias Lager plündert und mehrere Kisten mit Vorräten und Werkzeugen in ein Auto packt, mit dem er sich dann heimlich davon macht. Hmmm…

In Hilltop versuchen derweil Rick & Co. den gewohnt störrischen, feigen und unbelehrbaren Gregory davon zu überzeugen, gemeinsam den Kampf gegen die Saviors aufzunehmen. Wie zu erwarten, verweigert dieser nicht nur jegliche Unterstützung, er stellt auch seinen Führungsanspruch für Hilltop heraus, obwohl er faktisch ein völliger Versager ist. Außerdem will er nichts mehr mit der Gruppe aus Alexandria zu tun haben, er verbittet sich sogar, jemals mit ihnen gesprochen oder sie gesehen zu haben. Er verlangt, dass sie umgehend Hilltop verlassen.

Auf dem Weg nach draußen treffen sie auf Enid, die auf eigene Faust mit den Bewohnern von Hilltop gesprochen hat. Und diese sind – oh Wunder – alles andere als Feiglinge, denn auch sie haben lange genug unter Negans Knechtschaft gelebt. Der Anfang ist also gemacht, aber es sind noch deutlich zu wenige Personen, um es mit der geballten Stärke der Saviors aufzunehmen. Jesus weiht Rick in die Existenz des Kingdom ein und lädt ihn ein, König Ezekiel kennenzulernen.

In den Außenbezirken des Königreichs angekommen, werden sie zunächst von Richard und einem weiteren Soldaten empfangen, der ihnen aber beim Anblick von Jesus freies Geleit ins Stadtgebiet gewährt. Dort gibt es ein überraschendes Wiedersehen mit Morgan. In kurzen Worten erklärt er Rick, was vorgefallen ist, auch mit Carol. Auf Nachfrage sagt er nur, dass sie jetzt (vieldeutig) „gegangen“ sei und erfüllt damit ihren Wunsch nach Anonymität und Privatsphäre. Daryl schmeckt das erwartungsgemäß nicht.

Szenenfoto aus The Walking Dead 7x09 © Gene Page / AMC.com

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Die Audienz bei König Ezekiel verläuft anfangs ähnlich wie bei dessen erstem Treffen mit Carol – da ist doch ein Tiger im Raum! Nach dem ersten Schock trägt Rick sein Anliegen vor und erklärt auch, was Negan in der jüngsten Vergangenheit so angestellt hat. Hier erfährt Morgan auch zum ersten Mal vom Tod Glenns und Abrahams. Ricks Vorhaben stößt aber bei Ezekiel auf Skepsis, während Richard Feuer und Flamme für den Plan ist. Der König möchte Morgans Meinung hören. Dieser hat offenbar zu seiner pazifistischen Grundhaltung zurück gefunden und hält Kampf für den falschen Weg. Warum sollte man das Leben Unschuldiger riskieren für eine Sache mit geringen Gewinnaussichten, wenn es vielleicht auch andere Möglichkeiten gibt. Wie Negan kidnappen, beispielsweise. Ezekiel erklärt, er müsse einiges abwägen und werde am nächsten Morgen seine Entscheidung mitteilen.

Am nächsten Morgen wird Ricks Gruppe auf einem Rundgang durch den Ort Zeuge der Manpower des Königreichs. Viele Männer laufen im militärischen Training vorbei während einige Frauen mit Bogenschießen ihre Treffsicherheit trainieren, darunter auch welche mit abgetrennten Gliedmaßen. Ezekiel erklärt, er würde gerne weitere Orte wie diesen erschaffen, wo auch Menschen mit Verletzungen in Frieden leben könnten. Die fehlenden Gliedmaßen wären seine Schuld, da er die Leute in den Krieg um ebendiese Orte geschickt hätte. Aus diesem Grund kann er Ricks Wunsch nicht erfüllen, das Königreich wird sich keinem weiteren Krieg anschließen! Auf Daryls Wutausbruch, er würde sich nicht wie ein König verhalten, erwidert Ezekiel nur, dass er den brüchigen „Frieden“ mit den Saviors nicht gefährden will. Als Zeichen seines guten Willens bietet er Daryl unbegrenztes Asyl im Königreich an, denn „draußen“ kann er sich nicht mehr blicken lassen, da Negan nach ihm suchen wird. Das Königreich hätte noch kein Savior jemals betreten. Daryl fragt zynisch, wie lange das noch so sein wird.

Als die Gruppe niedergeschlagen das Königreich verlässt, sichert Richard Rick seine Unterstützung zu, sollte es zum Kampf kommen. Das klingt nach einer kleinen Palastrevolution, mal abwarten, wie sich das entwickelt. Daryl bleibt wiederstrebend im Königreich zurück, da er einsehen muss, dass Ezekiel Recht hat mit seiner Befürchtung, Daryl wäre draußen „vogelfrei“.

Szenenfoto aus The Walking Dead 7x09 © Gene Page / AMC.com

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Auf dem Weg, Negans Basis auszuspionieren, stößt die Gruppe auf dem Highway auf eine Vielzahl absichtlich geparkter Fahrzeuge, welche die Straße blockieren. Offenbar möchte jemand ungebetene Besucher fernhalten. Bei näherer Betrachtung finden sie zwischen den Fahrzeugen gespannte Kabel mit Sprengsätzen, welche sie gut gebrauchen könnten. Die Gruppe verteilt sich und beginnt unter Rositas militärischer Anleitung, sehr vorsichtig die Dynamitstangen vom Kabel zu lösen. In der Ferne machen sie eine große Walker-Herde aus, die sich langsam über den Highway auf sie zubewegt. Nicht nur dieser Anblick lässt die Gruppe ihre Bemühungen beschleunigen, auch ein von Jesus erbeutetes Funkgerät verrät ihnen, dass Negan seine Männer nach Alexandria schickt, um Daryl zu suchen…

Als sich die Herde bereits bedrohlich genähert hat, schickt Rick Jesus und Sasha zurück nach Hilltop, während er und Michonne zwei Autos kurzschließen, zwischen welchen das Stahlkabel gespannt ist, an dem zuvor noch die Sprengsätze befestigt waren. In einer sehr coolen Sequenz fahren Rick und Michonne quasi Seite an Seite durch die Walker und säbeln sie mit dem Seil buchstäblich in Stücke. Als das Kabel schließlich reißt, verlassen sie die Autos und können sich gerade noch in das bereit stehende Fluchtfahrzeug retten, in dem Rosita, Carl und Tara bereits auf sie warten. Gemeinsam geht es zurück nach Alexandria.

Szenenfoto aus The Walking Dead 7x09 © Gene Page / AMC.com

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Und keine Minute zu früh: kaum sind sie in Alexandria angekommen, strömen auch schon Negans Männer wie befohlen in den Ort, auf der Suche nach dem geflohenen Daryl. Angeführt werden sie von Simon, der Rick keine Sekunden abnimmt, dass dieser nichts über Daryls Verbleib weiß. Da er ihm aber momentan nicht das Gegenteil beweisen kann, durchsuchen seine Männer jedes Haus und jeden Winkel von Alexandria, natürlich vergeblich. Das von Father Gabriel geplünderte Lager entgeht Simon dabei auch nicht, aber Aaron kann die Situation noch gerade so zurecht lügen. Als die Saviors endlich unverrichteter Dinge abgezogen sind, fragt Rick die übrigen Bewohner, was wirklich mit dem Vorratslager geschehen wäre. So erfährt er von Gabriel und dessen heimlicher Flucht, die Rick aber so nicht glauben will. Auf dem Boden findet er Gabriels Bibel, die bestimmt nicht zufällig zurückgelassen wurde, ebenso wie Father Gabriels Notizbuch. Als er dieses durchblättert, findet er auf der letzten Seite das Wort „Boot“ in Großbuchstaben.

Szenenfoto aus The Walking Dead 7x09 © Gene Page / AMC.com

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Gemeint kann nur das Boot sein, zu dem Aaron und Rick auf dem Beutezug für Negan gestoßen waren, aber davon kann Gabriel unmöglich wissen. Gleichwohl machen sie sich auf den Weg dahin, um Gabriel zu finden. Als sie es erreichen und in der Gegend auf frische Fußspuren stoßen, folgen sie diesen bis zu einer Art Schrottplatz. Bevor sie sich versehen, sind sie urplötzlich von einer großen Menge bewaffneter Unbekannter umzingelt, die sich ihnen schnell näheren. Es sind Dutzende Personen, Männer und Frauen, teils vermummt, alle bewaffnet. Gehört der unbekannte Beobachter aus der letzten Episode vielleicht auch zu dieser Gruppe? Als einer von ihnen Rick eine Pistole direkt ins Gesicht hält, beginnt dieser plötzlich zu lächeln…

PERSÖNLICHES FAZIT

The Walking Dead 7×09 setzt genau da an, wo im Midseason-Finale aufgehört wurde. Es ist beruhigend, dass offenbar keine Zeit verschwendet wird und die Handlung auch in der zweiten Staffelhälfte rasant voran schreitet. Ricks Schwierigkeiten, die anderen Communities zu aktivem Widerstand aufzurufen, ist plausibel und gut umgesetzt. Dazu das unerwartete Verschwinden von Father Gabriel und erst Recht die völlig unerwartete (vierte?) Gruppe am Schluss der Episode – toll! Die Spannung bleibt weiterhin auf hohem Niveau!

Meine Bewertung: 4,5 von 5 Sternen.

Vorschau auf The Walking Dead 7×10:

Sneak Peek:

© AMC.com

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